Der Einsatz eines Therapiehundes in der tiefenpsychologischen Kinderpsychotherapie

 

Gerd Ganser, Kinder und Jugendlichenpsychotherapeut aus Konstanz

Gerd Ganser, Kinder und Jugendlichenpsychotherapeut aus Konstanz schreibt über den Einsatz von Therapiehunden in der tiefenpsychologischen Arbeit mit Kindern.

Der Einsatz eines Therapiehundes in einer tiefenpsychologischen Kinderpsychotherapie verändert das Setting und eröffnet die Möglichkeit, triangulierende Prozesse zu fördern. Ein Hund kann die Patientinnen und Patienten motivieren, sich für den Psychotherapieprozess zu öffnen, und die Psychotherapie lebendiger werden lassen. Die Reaktionen eines Hundes mit seinen besonderen „Antennen“ verweisen auf frühe, vorsprachliche Erfahrungen, die psychotherapeutisch aufgegriffen werden können. Wichtige Therapiethemen wie Aggression, Libido und Anpassung inszenieren sich durch den Hund konkret erfahrbar im Therapieraum und können durch szenisches Verstehen und Mentalisieren im psychotherapeutischen Prozess bearbeitet werden.

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Schnüffel- und Wellnessprogramm im zweiten Modul der Weiterbildung

Am 4. August 2014 um 9.00 Uhr treffen sich die Teilnehmer und Dozenten der ersten Ausbildungsgruppe zum zweiten Modul.

Der Schwerpunkt liegt dieses Mal auf der Arbeit mit den Hunden. Ein großes „Schnüffel- und Wellnessprogramm“ wartet auf unsere Vierbeiner bei Ellen und Jørgen auf deren wunderschönem Vierseitenhof in Nordjylland/Dänemark.

Ein perfekter Ort für Schnüffelarbeit

Ein perfekter Ort für Schnüffelarbeit

Es geht um Stressprävention, Stressreduzierung und Stressabbau: Nasentätigkeit und angenehme Körperempfindungen als Ausgleich für begleitende Interventionen in unseren pädagogischen und therapeutischen Berufen.  

Wir lernen die Methode Tellington-TTouch und die ersten Übungen damit zur Anwendung bei unseren Hunden kennen. Nach einer umfassenden theoretischen Einführung in die Sinnestätigkeit der Hundenasen geht es auf spannende Schnüffelfährten, zunächst mit „hundeleckeren“ Überraschungen bis hin zu den Anfängen des Mantrailings.

Der Nors Sø mit seinen weiten Wiesen und wäldern

Der Nors Sø mit seinen weiten Wiesen und wäldern

Wir haben dafür ein großes naturbelassenes Gelände ausgesucht und eine stilvoll und sorgfältig renovierte alte Scheune bietet einen sommerlichen Raum für intensive theoretische Themen um Grundlagen, Methoden und Praxis tiergestützter therapeutischer und pädagogischer Interventionen. Ein Ausflug in den nahegelegenen Wald und an den großen klaren Nors See soll Anregungen geben, wie Natur in Verbindung mit dem unterstützenden Einsatz unserer Hunde und als Mittel zur Salutogenese in Schulen, Heime und Praxisräume, vor allen Dingen aber in Kopf und Herz unserer großen und kleinen Klienten gelangen kann. Nicht zuletzt verspricht in diesem Jahr Dänemarks bisheriger Sommer eine gute Basis für unser Vorhaben.

Ein neuer Kurs der Weiterbildung in tiergestützter pädagogischer und therapeutischer Intervention, verbunden mit der Ausbildung eines eigenen Therapiehundes beginnt am 6. April 2015. Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen.

Ihr Name bleibt stete Erinnerung

Wikke„Wenn du bei Nacht in den Himmel schaust, wird es dir sein, als leuchten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können. Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.“ (Antoine de Saint Exupéry) auf einem Kartengruß zu Wikkes Tod, danke Isa!

Heute wäre Wikke zwölf Jahre alt geworden. Vor zwei Monaten, am 8. April 2014 schloss sie für immer ihre Augen.

Sie starb so wie sie lebte, ruhig, friedlich und im tiefen Einverständnis mit sich und ihren Menschen. Ihr Teddy, den sie bis zum letzten Augenblick im Maul getragen hatte, lag neben ihr.

Ein schnell wachsender Tumor nahm ihr viel zu früh das Leben.

Wikkes Tod schmerzt. Es sind die kleinen Momente, die kleinen Gesten, die nur ihr gehörten und die nun so manche Augenblicke im Alltag so leer erscheinen lassen. Immer noch ist es, als husche sie zur Tür herein und spränge sie hinzu, um schnell etwas Heruntergefallenes wieder aufzuheben.

Sie war fröhlich und stets so bereit zu gefallen. Ihr kluger Blick schien so viel zu wissen. Umso mehr fehlt sie so plötzlich, nicht nur mir, sondern auch ihren engsten Hundefreunden Annuk und Dimma. Beide kuscheln sich häufiger eng aneinander, geben sich Trost in ihrer Hundeart und finden langsam wieder ins Rudel und den Alltag zurück. Es ist die kleine Emma, die sie aufheitert und mit ihren unermüdlich sprießenden Ideen Hunde und Menschen fasziniert. Unser Leben geht weiter, soll weitergehen.

20061111-201236Importordner-Tagsüber bleibt Wikke als Namensgeberin für Wikkegaard immer präsent. Die tägliche Arbeit daran steckt voller Erinnerungen an die gemeinsame Zeit seit der Gründung, und die Entwicklung seit dem weckt Vorfreude auf Kommendes.

Wenn ich aber abends an Wikkes Grab stehe und von dem kleinen Hügel ins weite Land schaue, die Sterne über mir blinken, dann gefällt mir Antoine de Saint Exupérys Phantasie: Auf einem dieser Sterne sitzt nun Wikke, mit ihrem Teddy im Maul, schaut herab und winkt mir mit der Pfote zu.

Die erste Seminarwoche liegt hinter uns

Schon der Ort Klitmøller, gleich hinter den Dünen der Nordsee, ließ uns Wind, Weite und erste warme Frühlings-Sonnenstrahlen erfahren. Zu Ostern ein rechtes Fleckchen zum Auftanken für ein neues Unternehmen, Trainieren mit Hunden, Arbeiten und Erholen in und nach den Seminaren!

Dänisches Fischerboot

In der vergangenen Osterwoche fand auf Wikkegaard das erste Seminar im neuen Gewand mit wechselnden Dozenten und einer Reihe von Teilnehmern aus den verschiedensten Ecken Deutschlands statt.

Da unsere eigenen Seminarräume noch im Umbau sind, kamen wir im Tagungsraum des ehemaligen alten Dorfkruges direkt an der Nordsee unter.  Wir haben uns dort sehr wohlgefühlt, den stets Kaffee und Tee spendenden Apparat wahrlich genutzt und die Gemütlichkeit des Raumes genossen, in dem auch unsere Hunde während der Vorträge friedlich unter den Tischen schlafen mochten. Keine so große Überraschung bei einem bewegungsreichen Tag in Sonne, Wind und Nordseeluft!Kerstin führte uns in die Technik und das Erleben von Focusing ein, ein körperliches Erspüren und Wahrnehmen, was Menschen durch ihre Möglichkeit des Denkens in Worten nicht immer selbstverständlich gelingt, für unsere Hunde aber alltäglich ist, ja, ihr Leben ausmacht und weitgehend mitbestimmt.

Abkühlung für die Hunde in der Nordsee direkt vor dem Seminarraum

Abkühlung für die Hunde in der Nordsee direkt vor dem Seminarraum

Spannende Themen folgten in Vorträgen, Diskussionen und Gruppenarbeit, unterbrochen vom Training mit den Hunden (siehe Seminar, Weiterbildung, Information). Letzteres realisierter so mancher als eine Möglichkeit, in der nicht die Leistung, sondern das Zusammenarbeiten, das gegenseitige Aufeinander-Eingehen in Freude und Spaß im Vordergrund standen: Der Hund bleibt Hund und der Mensch bleibt Mensch, zusammen schaffen sie einen Augenblick der Begegnung!

Zusammenarbeit war überhaupt das, was uns motivierte und bewegte. So hieß es in der Begrüßungsrede und so konnte es auch erfahren werden:

“Was wir gemeinsam erfahren, verstehen, lösen und lernen wollen, sind die großen Rätsel des Miteinanders von Mensch und Hund und das Ergründen, was es dann wohl ist, was den Hund in unserer Arbeit so wichtig und so hilfreich werden lässt. In dieser Frage werden wir alle zu Beobachtern, zu Forschern und hoffentlich auch ‘hin und wieder’ zu Verstehenden. Denn dieses Wissen birgt einen wichtigen Schlüssel für eine erfolgreiche Arbeit in tiergestützter therapeutischer und pädagogischer Intervention”
(Margarete Weiler, Begrüßungsrede am 14.4.2014).

Wir freuen uns auf das zweite Modul vom 4. bis 8. August.

Teilnehmer aus allen Ecken Deutschlands

Teilnehmer aus allen Ecken Deutschlands

Der Winter geht, das erste Seminar rückt näher

Die hier so tapfer durchhaltende Rose hat dann doch „aufgeben“ müssen, dafür haben sich Schneeglöckchen und Märzbecher weit vorgewagt und zeigen Blüten und Knospen.

Die hier so tapfer durchhaltende Rose hat dann doch „aufgeben“ müssen, dafür haben sich Schneeglöckchen und Märzbecher weit vorgewagt und zeigen Blüten und Knospen.

Auf Wikkegaard gab es heftigen Schnee und Frost, nun gefolgt von Tauwetter, Nieselregen, aber auch Sonnenschein.

Ich staune immer wieder mit welch einer Sicherheit die Hunde über die spiegelglatten Eisflächen im Gehege laufen und dabei noch einander jagen und sich balgen. Die letzten Hagebutten an den Sträuchern wurden als gefrorene Vitaminbällchen vernascht und halfen offenbar einmal wieder zum erkältungsfreien Winter. Dennoch – manche Tage waren einfach so, dass selbst die Hunde lieber auf ihren Lagern verweilten, als sich stundenlang dem Sturm und Schneegestöber auszusetzen.

Winter ist die Zeit, in der auf Wikkegaard Projekte ihre Vorbereitung finden. Diesmal ist das vorrangig die „Weiterbildung in tiergestützter Therapie und Pädagogik, verbunden mit der Ausbildung eines eigenen Therapiehundes.“

Das Seminar wird – wie geplant – in der Zeit vom 14. bis 18.April 2014 stattfinden.

Anmeldungen liegen bereits vor und An- und Nachfragen kommen häufiger. Damit wird die Zahl der freien Plätze langsam knapper.

Näheres bei www.wikkegaard.de unter Seminare im Überblick und Weiterbildung: Interventionen und Therapiehundeausbildung. Für Fragen benutzen Sie das Kontaktformular oder wenden sich direkt an:

Margarete Weiler, Tel. +45-97981586 ; info@wikkegaard.de

Es riecht nach Frühling

Es riecht nach Frühling

 

Ausbildung des eigenen Therapiehundes für Therapie und Pädagogik

Am 14. April 2014 startet das Seminar

Weiterbildung in tiergestützten therapeutischen und pädagogischen Interventionen, verbunden mit der Ausbildung eines eigenen Therapiehundes

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auf Wikkegaard nach neuem Qualitätsstandard:

  • Hören, erfahren, lernen, diskutieren über Themen aus dem Bereich tiergestützter Therapie und Pädagogik im kleinen Kreis eigener Berufskollegen mit engagierten und erfahrenen Dozenten und Dozentinnen
  • im Wechsel zwischen Theorie und Praxis aktives Training mit dem eigenen Hund
  • Unterstützung und Hilfe beim direkten Einsatz des Hundes im Berufsfeld
  • Spaß und Freude im Miteinander von Menschen und Hunden
  • das alles eingebunden in die vielfältige Natur Thys mit Meer, Strand, Wäldern und dem zugängigen Nationalpark!

Weitere Informationen auf der Seminar-Seite

Anmeldeschluss ist der 15.März 2014

Neues Ausbildungskonzept in Arbeit

Der Sommer ist vorbei und die Wildgänse haben ihre Übungsflüge offenbar abgeschlossen. Nur noch vereinzelt höre ich ihren Gesang über Wikkegaard ziehen. Die Morgende sind kalt, die Abende ebenso, und in den kleinen Kaffeepausen im Freien genieße ich die wärmenden Strahlen der Sonne seltener, aber dafür umso bewusster.

Aus der Begegnung auf Wikkegaard wuchs eine so innige Beziehung, dass Derko nun sein neues Zuhause bei Sandra gefunden hat

Aus der Begegnung auf Wikkegaard wuchs eine so innige Beziehung, dass Derko nun sein neues Zuhause bei Sandra gefunden hat

Hinter uns liegt ein schöner Sommer. Wohl kaum jemand hier oben in Dänemark wagte nach dem langen anhaltenden Winter, an so viel Sonne und Wärme zu denken. Es zeigt, dass die Erfüllung von Sehnsüchten nicht berechenbar ist und Hoffnung sich lohnen kann.

Auf Wikkegaard gab es in diesem Sommer viel Besuch. Die Praktikantinnen Sandra, Christiane, Isabelle und Ulrike waren viele Wochen hier oben und bereicherten vor allen Dingen den Alltag der Hunde mit guten Einfällen für das Training und ihrer verantwortungsbewussten Fürsorge und Zuwendung für die Vierbeiner. Die Abschiede fielen genauso schwer, wie Freude und Neugierde auf Neues belebt.

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