Alle Beiträge von Gerd Ganser

Supervisionsseminar in Konstanz für Absolventen vom 25. bis 28.5.2017

Nach der erfolgreichen Ausbildung auf Wikkegaard tauchen in der Praxis immer wieder Fragen zu konkreten Fällen auf. Wir freuen uns, Euch über das verlängerte Himmelfahrtswochenende vom 25. bis 28. Mai 2017 zu einem Supervisionsseminar nach Konstanz einzuladen.

Gemeinsam wollen wir dort die Möglichkeit geben, die eigene Arbeit mit Patienten, bzw. Klienten in der Gruppe vorzustellen und zu supervidieren, um ein besseres Verständnis für die Momente zwischen Hund und Mensch zu finden. Daraus erarbeiten wir in der Gruppe, wie diese Augenblicke besser für die Psychotherapie und (Heil-)Pädagogik zu nutzen sind.

Mit Hilfe von Focusing Übungen, dem kollegialen Austausch, der Arbeit mit Videos und kleinen theoretischen Reflexionen wird das bisher erworbene persönliche und fachliche Wissen aufbauend auf den Kursinhalten erweitert und vertieft.

Neben der immer vorhandenen Möglichkeit von telefonischen Einzelsupervisionen bei den Wikkegaard DozentInnen, bietet dieses Seminar die Möglichkeit, noch einmal intensiv und mit Hilfe der KollegInnen die eigene Arbeit weiter zu entwickeln.

Wir haben räumlich und zeitlich keine Möglichkeit mit den Hunden zu trainieren oder diesen etwas Interessantes zu bieten. Konstanz bietet natürlich auch nicht die Möglichkeiten und die Weite Dänemarks. Zwar gibt es einen Park direkt in der Nähe unserer Praxis, der ist aber je nach Wetter von vielen Menschen belegt, die am Rhein sitzen und liegen.

Beginn: Donnerstag 25.Mai 2017, um 17 Uhr
Ende: Sonntag 28.Mai 2017 um 12 Uhr
Ort: Praxis Ganser/Geppert, Ebertplatz 8, 78467 Konstanz
Kosten: 380 €
Unterbringung: individuell (Hotel, Ferienwohnung,…)
Anmeldung (verbindlich): bis 1. Dezember 2016 bei Gerd Ganser

Hundegestützte Psychotherapie

Ein Bericht aus einer psychotherapeutischen Praxis für Kinder und Jugendliche.

Vortrag von Gerd Ganser auf der Tagung Tiergestützte Psychotherapie vom 9.10. bis 10.10.2015

Übersicht
Ich möchte Ihnen zunächst eine Übersicht über meinen Vortrag geben und meine Argumentationslinie aufzeigen.

Interaktion, Dialog
In der hundegestützten Psychotherapie, wie ich sie verstehe, geht es zunächst darum, dass es zu einer Interaktion, zu einem echten Dialog zwischen Patient und Hund kommt. Ein passiver, nur anwesender Hund, dient vielleicht einer Verbesserung des Raumklimas, ist aber keine Grundlage für eine spezifisch hundegestützte Therapie.

Subjekt, Ausdrucksverhalten
Der Hund kann nur ein Dialogpartner sein, wenn er eigenständig, als Subjekt handeln und sich ausdrücken darf. Ein Hund der so trainiert wurde, dass er sich z.B. streicheln lässt, obwohl ihm dies nicht gefällt , der sich also nicht ausdrückt, ist kein Dialogpartner.

implizites Beziehungswissen
In der Interaktion von Patient und Hund wird implizites Beziehungswissen, die sog. inneren Arbeitsmodellen, sichtbar.

Mentalisieren
Dies gilt es zu verstehen und in Sprache zu bringen – zu mentalisieren.

Ausbildung/Konsequenzen
Zum Schluss werde ich noch die Auswirkungen ansprechen, die sich aus dieser Sichtweise ergeben. Hundegestützte Psychotherapie weiterlesen

Tiergestützte tiefenpsychologische Psychotherapie, Ein Bericht aus der Praxis

Das Script für den Vortrag „Tiergestützte tiefenpsychologische Psychotherapie, Ein Bericht aus der Praxis“ in der Luisenklinik, Bad Dürrheim am 15.10.14, Gerd Ganser

Ich möchte mich für die Einladung bedanken – besonders natürlich bei Herrn Bailer, der über meinen Artikel im Psychotherapeutenjournal aufmerksam wurde. Ich habe eine Psychotherapeutische Praxis für Kinder und Jugendliche in Konstanz und kenne die Luisenklinik über die Zusammenarbeit bei gemeinsamen Patienten. Ich freue mich über Ihr Interesse an einer doch außergewöhnlichen Spielart der Psychotherapie, der tiergestützte Psychotherapie. Ich möchte heute aber nicht über tiergestützte Therapie im Allgemeinen, sondern konkret über die Arbeit mit meiner Hündin Danka berichten. Tiergestützte tiefenpsychologische Psychotherapie, Ein Bericht aus der Praxis weiterlesen

Der Einsatz eines Therapiehundes in der tiefenpsychologischen Kinderpsychotherapie

 

Gerd Ganser, Kinder und Jugendlichenpsychotherapeut aus Konstanz
Gerd Ganser, Kinder und Jugendlichenpsychotherapeut aus Konstanz schreibt über den Einsatz von Therapiehunden in der tiefenpsychologischen Arbeit mit Kindern.

Der Einsatz eines Therapiehundes in einer tiefenpsychologischen Kinderpsychotherapie verändert das Setting und eröffnet die Möglichkeit, triangulierende Prozesse zu fördern. Ein Hund kann die Patientinnen und Patienten motivieren, sich für den Psychotherapieprozess zu öffnen, und die Psychotherapie lebendiger werden lassen. Die Reaktionen eines Hundes mit seinen besonderen „Antennen“ verweisen auf frühe, vorsprachliche Erfahrungen, die psychotherapeutisch aufgegriffen werden können. Wichtige Therapiethemen wie Aggression, Libido und Anpassung inszenieren sich durch den Hund konkret erfahrbar im Therapieraum und können durch szenisches Verstehen und Mentalisieren im psychotherapeutischen Prozess bearbeitet werden.

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