Der erste Schnee

Aus Deutschland kamen schon vor einigen Tagen die ersten Meldungen von viel Schneefall. Doch hier in Nord-Jylland war es kalt, wahrscheinlich zu kalt, denn Schnee gab es nur als leichte „Zuckerstreusel“ über brauner Erde. Für die Welpen war dies schon ein Ereignis, zumal der nun endlich anhaltende Sonnenschein nach draußen lockte und lang ersehnte Freiheiten im großen Gehege brachte. Die Hagebuttenbüsche trugen hier und da noch vereinzelte zu Eis gefrorene Früchte, die bei Berührung sofort herunterfielen und im Maul der Welpen durch die ungewohnte Kälte erschreckten. Dennoch, sie hatten wohl Verlockendes, das sich bei mehrmaligem Fallenlassen und wieder Aufnehmen erstaunlich süß zeigte, weicher wurde und offenbar gefressen werden durfte, denn weder die großen Vierbeiner, noch der da fotografierend umherlaufende Zweibeiner erhob Einspruch.

Heute ist es wärmer geworden. Am Mittag setzt Schneefall ein….. und scheint nicht mehr aufhören zu wollen. Die Sonne verkriecht sich hinter dicken vollen Wolken.

Draußen im Gehege toben die großen Hunde ausgelassen in dem weichen Schnee, er staubt von unten und fällt unaufhörlich von oben. Dimma sitzt oben auf dem Spielturm, als wolle sie dieser Pracht des Himmels noch näher sein. Ihr schwarzes Fell glänzt unter den vielen weißen Flocken, die es mehr und mehr zudecken. Dann springt sie auf, schüttelt sich und schlittert den glatten Abgang vom Turm herunter. Sie ist geschickt und mit Candy bisher die einzige Hündin, die bei den Frosttemperaturen noch den Turm erklettert.


Im Haus hinter der Glastür drängen sich die Welpen: „Raus, Raus!“ Ihr aufgeregtes Fiepen und ihre kleinen Körper signalisieren diesen einzigen Wunsch, und als die Tür sich öffnet, toben sie über- und durcheinander purzelnd ins weiße Freie, lebhaft begrüßt von den großen Hunden.

Schnell mischt sich Klein und Groß, und doch verändert sich das Bild schnell: Während die Kleinen ausgelassen durch den Schnee rasen, sich balgen, schütteln, in die Luft springen und Flocken zu erhaschen versuchen, werden die großen Hunde stiller.

 

 

Sie halten inne, schauen den Kleinen beobachtend vom Rand aus zu. Zwischendurch saust ein Welpe zu ihnen hin, springt am Hals des einen oder anderen hoch oder leckt die Lefzen, um dann so schnell, wie gekommen, wieder davonzurennen. Kleine Gesten, die zeigen, dass ein erstes Gefühl für Rangordnungsgesetze gelernt wird.



 

 

Dimma hält diese wohlwollende Distanz nicht lange aus, selbst noch ein Junghund ist sie animiert zum Mitlaufen und Mittoben. Und das geschieht dann auch. Die „Schwarze“ ist mitten drin in der „goldenen“ Schar, balgt sich und lässt sich bebalgen, doch immer mit deutlichen Zeichen: „Vergesst es nicht, ich könnte, wenn ich wollte!“ Aber Dimma will nicht. Ihr Spiel ist vorsichtig, doch ohne Frage lehrend für die kleinen „Spielkameraden“.

 

Mutter Bele steht dazwischen, ruhig und entspannt, doch immer wach schauend, dass keinem der Kleinen etwas geschieht.

Mich erfüllt Freude und manchmal auch etwas Stolz über diesen gelungenen Wurf Welpen. Was wird aus ihnen werden, wohin geht ihr Training?



Immer wenn einer gehen wird, wird es schmerzen. Zu lange sind sie hier und wachsen ins Herz, aber das ist wohl der Preis für all das, was diese Hunde mir geben. Weihnachten ist ein Fest des Gebens und Nehmens. In diesem Sinne erlebe ich mit den Hunden Weihnachten, jetzt und eigentlich immer…



Mutig, geschickt und vielseitig, das sind Wikkegaards Welpen!

Welpen und Novemberwetter

Nord-Dänemarks Novemberwetter und 10 lebensfrohe kleine Welpen zwingen zu Kompromissen: eine Holzterrasse hinter dem Haus schützt die kleinen nackten Bäuche vor allzu nasser Kälte und ermöglicht doch ein herrliches Toben und damit die Verwandlung in feucht-struppige erdige Wesen.



 

Da kann es schon mal Unsicherheiten in der Identifizierung eines besonders schnuddelig geratenen Wurfbruders geben. Dokker sieht sich gezwungen, seine sowieso schon beachtliche Größe etwas zu maximalisieren, den Schwanz zu heben und den Kopf nach oben zu recken: „He, ich bin Dokker und nicht Nachbars gefleckte Katze von nebenan!“

 

Solche Unsicherheiten passieren Dorma nicht. Meist in der Nähe ihres großen Bruders fordert sie ihn zum Spiel auf: „ Los, komm, ist doch egal, wie du aussiehst!“



 

Und wenn dann noch so ein Großer einfach über die Reling hüpft und sich geduldig beschnuppern lässt, dann gerät auch Dorkas in Verzücken und versucht dem großen Bruder Cajus die Lefzen zu lecken.

 

Was bedeutet schon ein Novemberwetter, wenn man hinterher sauber gerubbelt und mit vollem Bauch im warmen Welpenzimmer sein Mittagsschläfchen halten kann?


Die Neuen auf Wikkegaard


„Lille Ny“, Kleiner Neuer“ heißt das Neugeborene in Dänemark, und „Kleine Neue“ gibt es zurzeit viele – nämlich 10 an der Zahl - auf Wikkegaard. Die ersten Wochen verbrachten die am 8. September 2009 geborenen Welpen mit ihrer Mutter Bele im Welpenzimmer, doch Bele zieht es nach dem Säugen und Pflegen immer häufiger zum Rudel der Großen. Genauso häufig steht die einjährige Dimma vor der Welpentür und schaut interessiert durch das eigens für die Hunde eingesägte „Guckloch“.

Das ist die Zeit, in der aus dem ersten Beschnuppern zwischen Klein und Groß ein erster Kontakt wird, aus dem sich dann allmählich das immer länger währende Miteinander entwickeln kann.

Die Schar Welpen ist herangewachsen und jetzt 6 Wochen alt. Ein Alter, in dem es nicht nur lebhafter, lauter und arbeitsaufwendiger im Welpenzimmer wird, sondern in dem die Unterscheidung der einzelnen – diesmal äußerlich sehr ähnlichen – Welpen nicht mehr nur nach einem Blick auf blaue und rote Punkte und deren Anordnungen möglich ist: die Welpen haben sich zu kleinen Individualisten entwickelt. Das zeigt sich bei der Beobachtung im Spiel, am Halten auf dem Arm, bei der Kontaktsuche, dem Fressen und vieles mehr.

Sechs Wochen – eine Zeit des Einlebens in das große Rudel, des Erlebens von Schutz, Geborgenheit und Fürsorge durch die „Anderen“, aber auch der Entwicklung von ganz individuellen Bedürfnissen, Wünschen, Fähigkeiten und Eigenarten.

Eine spannende Zeit für die Hunde selbst, aber auch für alle, die dies erleben dürfen!

Wikkegaard berichtet an dieser Stelle in unregelmäßigen Abständen und beliebiger Reihenfolge über die weitere Entwicklung der einzelnen Welpen bis zur Abgabe.

Besuchen Sie uns auf dieser Seite! Über die Texte und Bilder an der rechten Seite gelangen sie zu den "Neuen auf Wikkegaard".

Wikkegaard hat wieder Welpen!

Die Golden Retriever Hündin Bele warf am 8.September 2009 zehn Welpen, fünf Hündinnen und 5 Rüden. Die Welpen können ab dem 3. November 2009 abgegeben werden.

Bei Interesse wenden Sie sich an die Kontaktanschriften oder benutzen Sie direkt das Kontaktformular!


Dies sind die Neuen auf Wikkegaard

Dokker



Als Dokker zur Welt kam, war es 2.30 Uhr. Ein großer kräftiger Welpe, der 2 Stunden lang die mütterliche „Milchbar“ allein für sich hatte, ... weiter

Dorkas



Ein Hund vom anderen Stern? Man hätte es denken können, denn ... weiter

Dajus



„Ob ich die Pfote jemals wieder sauber lecken kann?“ Das ist sicher eine menschliche Interpretation ... weiter

Daron



„Alles in Ordnung?“ Mit ernster Miene und hoch aufgerichtetem Schwanz verschafft sich Daron gleich in der Tür einen Überblick ... weiter

Dorma



Die großen dunklen Augen der nahezu weißen, schlanken Hündin mit glattem Fell schauen sehr wach in die Welt. ... weiter

Deika



Deika, eine recht kleine goldenfarbene Hündin – und hübsch wie die Mama - gewinnt schnell die Herzen der Menschen. ... weiter

Dilja


Dilja "Welpenbalett"


Während Dokker die tiefe Verneigung übt, probt Dilja, eine kräftige, große und sehr helle Hündin die Pirouette. ... weiter

Derko



Wo Dokker ist, ist Derko. Der hübsche helle Rüde hat enge Freundschaft mit dem „Boss“ im Wurf geschlossen... weiter

Die Welpen von Wikkegaard erleben von Klein auf das Rudelleben. Erfahren Sie mehr über das spezielle Aufzuchtsprogamm


Bildergallerie:

Beles erster Wurf


Welpenvideos:

Spielplatz
Säugen
Startseite