Welpen

Welpen von Wikkegaard

Wikkegaard züchtet Golden und Labrador Retriever. Ziel der Zucht sind gesunde Hunde mit einer besonderen Befähigung für das alltägliche Zusammenleben mit Menschen. Insbesondere in Familien, bei beeinträchtigter Gesundheit und zur Unterstützung in therapeutischen und pädagogischen Berufen.

Wikkegaards Aufzuchtsprogramm

Wikkegaards Welpenaufzucht: Viel Zeit zum Kuscheln mit der Hundemama

Viel Zeit zum Kuscheln mit der Hundemama

Dieses spezielle Zuchtziel auf Wikkegaard ermöglicht den Hunden die bestmöglichen Voraussetzungen für ihre späteren Aufgaben. Gesundheit spielt, ebenso wie rassetypisches Aussehen und Verhalten, bei der Auswahl der Zuchttiere eine große Rolle. Besondere Aufmerksamkeit gilt jedoch den Wesenseigenschaften, wie Kontaktfreundlichkeit zum Menschen, die Begeisterung zur Zusammenarbeit und ausgeglichenes sicheres Verhalten. Treffen diese Eigenschaften mit Einfallsreichtum bei Problemlösungen, Kommunikationsfähigkeit und spürbarer Lebensfreude zusammen, ist der Hund für weitere Aufgaben sehr gut geeignet.

Um dafür gute Voraussetzungen zu schaffen, wurde auf Wikkegaard ein Frühförderungsprogramm entwickelt: das Aufzuchtsprogramm, das jeder auf Wikkegaard geborene Welpe durchläuft und das ihn bis zur Abgabe begleitet. Es dient der Förderung der Sinne und Fähigkeiten der Tiere und konzentriert sich ganz besonders auf individuelle Anlagen und Begabungen jedes einzelnen Welpen. Entwicklungsverzögerungen und Unsicherheiten werden so individuell entgegengewirkt. In erster Linie fördert das Programm lebensfrohe, zugewandte und aktive Hunde!

Ein weiteres wesentliches Ziele ist die Förderung eines natürlichen positiven Verhaltens der Hündin gegenüber ihren Welpen.

Nach der sorgfältigen Auswahl des Rüden nach den o.g. Gesichtspunkten erfolgt die Paarung möglichst ohne Einmischung des Menschen. Die Hunde begegnen sich in freier Umgebung mit viel Zeit für Annäherung und Spiel und selbstverständlich ohne jeglichen Zwang.

Nach einem erlebnisreichen Tag schlafen zwei Welpen auf der Welpendecke

Nach einem erlebnisreichen Tag schlafen zwei Welpen auf der Welpendecke ein

Durch die Lage des Welpenzimmers kann die Hündin bei der Geburt der Welpen die nahe Anwesenheit ihres Rudels und einen allgemein gewohnten Tagesablauf wahrnehmen. Die Geburt der Welpen findet in vertrauter Umgebung und in Gegenwart vertrauter Menschen statt.

Vorlieben der Hündin, wie die Lage bei der Geburt selbst, die Wahl des Ortes (meine Hündinnen gebären gern vor der Geburtskiste auf einer großen weichen Decke), Ruhephasen, Wünsche nach Nähe zum Menschen und arteigene Verhaltensweisen der Hündin während der Geburt werden berücksichtigt. Menschliches Eingreifen in den Geburtsvorgang geschieht nur, wenn das Handeln der Hündin Grenzen erreicht, an denen das Wohl des Welpen oder der Hündin gefährdet ist.

Das Rudel verfolgt in "sicherem" Abstand die Geburt der Welpen mit

Vorrang in der Aufzucht der Welpen hat die Hündin mit ihren arteigenen mütterlichen Bedürfnissen und Empfindungen. Sie bestimmt wann, wo und wie sie ihre Welpen säugen und pflegen möchte und bestimmt den Zeitpunkt der Entwöhnung selbst. Auch die Art der Erziehung, Unterweisung und Sozialisierung ihrer Kleinen lebt sie weitgehend nach arteigenen Möglichkeiten. Menschliche Hilfe und Unterstützung sind ihr dort sicher, wo eine Gefährdung für sie oder das Leben der Welpen besteht. Hier lernt die Hündin den Menschen „zu gebrauchen“, spürt einerseits ihre Angewiesenheit und Abhängigkeit in positiver Weise, aber ebenso Achtung und Respekt vor ihrer Andersartigkeit durch den Menschen. Beides zusammen stärkt ihr Selbstvertrauen, wie auch ihre Bindung an den Menschen und lässt die Welpen in einer Atmosphäre heranwachsen, in der sie sich stets sicher, gehalten und geborgen fühlen.

Die Förderung des Sozialisierungsprozesses im Hinblick auf den Menschen: Die Welpen werden in menschlicher Behausung geboren und wachsen in dieser auch auf. Sie haben so die Möglichkeit des Kontaktes zum Menschen von Anbeginn. Die Hündin, die den Menschen als hilfreich, unterstützend und Sicherheit bietend erlebt hat, vermittelt diese Empfindungen auch an ihre Welpen. So zeigen sich die Kleinen schnell zugewandt und entspannt bei dem ersten Erleben fremder Personen im Haus.
Altersentsprechend werden die Welpen in stets freundlicher Atmosphäre und im Beisein ihrer Hundemutter mit Menschen beider Geschlechter und unterschiedlichen Alters konfrontiert. Dabei findet des Ausdrucksverhalten (Mitteilungen über Bedürfnisse und Empfindungen der Kleinen und der Hündin) besondere Beachtung. Die Welpen erfahren so, dass ihre Botschaften an den Menschen zielgerichtet sein können und den erwarteten Erfolg in der Reaktion bringen. Das ermutigt sie zum Lernen und Gebrauchen ihrer eigenen Sprachmöglichkeiten und bereitet sie bereits in en ersten Wochen langsam auf ein späteres Training vor, in dem das Verstehen zwischen Mensch und Hund eine große Rolle spielen wird.

Wikkegaards Welpen am Strand in Klitmöller

Bei Strandausflügen sorgt der "Lockruf" für schnelle Reaktionen der jungen Welpen

Die Anwesenheit ihrer Mutter gibt ihnen eine Orientierungsmöglichkeit in entstehenden Situationen: Freut sich die Mutter über den Besuch, bleibt gelassen und zugewandt, entwickeln auch die Kleinen sehr schnell Zutrauen und Gelassenheit.

Im täglichen Zusammensein mit Menschen lernen die Welpen auch das menschliche Ausdrucksverhalten in verbaler und körpereigener Sprache kennen. Ein wesentlicher Bestandteil der Trainingsmethode Wikkegaards ist die Vermittlung atmosphärischer Momente in der Beziehung zwischen Mensch und Hund. Das bedeutet, dass die Hunde zwar altersentsprechend auch an Wortsignale, wie Sitz, Platz usw., herangeführt werden, aber in der Regel im Umgang mit ihnen vollständige Wortsätze, dem Menschen gewohnte Lautäußerungen, Bewegungsabläufe usw. erfahren. Das ganz natürliche Umgehen mit menschlichem Ausdrucksverhalten ermöglicht dem heranwachsenden Hund eine bestmögliche Orientierung und Einordnung seiner eigenen Befindlichkeiten. Für ihn entsteht ein Raster, in das er sein Ausdrucksverhalten eingliedern kann: Mensch und Hund gelangen trotz der Bewahrung andersartiger und eigener Verhaltensweisen zu einem „sympathischen“ Miteinander.

Bereits im Alter von drei Wochen – nach Öffnung des Hörorgans und bei höchster Sensibilität für Prägung – lernt der Welpe einen Lockton oder Lockruf kennen. Diese frühe Prägung lässt den Welpen erfahren, dass der Ruf eines Menschen für ihn Bedeutung hat. Die Einführung dieses frühen Lockrufes hat sich bewährt, Käufer meiner Welpen berichteten, dass keine ernsthaften Probleme beim späteren Heranrufen auftauchten.
In einem harmonischen Wurf, in dem der Hündin Verantwortung für die Welpen zugestanden wird, der Mensch aber eine Führungs-und Halteposition einnimmt, bleibt die Beziehung der heranwachsenden Welpen zum Menschen nicht nur grundsätzlich positiv, sondern ist von Anbeginn so geregelt, dass das Mensch generell Sicherheit gewährleistet und Gutes für den Hund bringt.

Der nahe Kontakt zu menschlicher Nähe vermittelt den Welpen auch die Geräusche menschlicher Gewohnheiten. Sie wissen wie eine Waschmaschine oder ein Staubsauger klingen, kennen ein Radio, einen Rasenmäher und vieles mehr. Die Welpen lernen, dass alle diese Geräusche keine Gefährlichkeit besitzen, denn weder der Mensch, noch die eigene Mutter nehmen davon besorgniserregende Kenntnis.

Die Förderung des Sozialisierungsprozesses der Welpen im Hinblick auf Hunde: Die Welpen wachsen altersentsprechend in Wikkegaards Hunderudel hinein. Sie lernen Hunde verschiedenen Alters und Geschlecht kennen, erfahren grundsätzliche Unterschiede im Spielverhalten, in der Toleranz anderer Hunde, begegnen Grenzsetzungen, lernen aber auch unterschiedliche Vorlieben und Neigungen kennen. Dadurch wird das Gespür für eine Rangordnung geweckt und Sozialisierungsprozesse in ein Rudel beginnen. Die Welpen nehmen teil an Entdeckungen, Futtersuchen, sehen, wie man Früchte vom Busch pflückt, Löwenzahnwurzeln ausgräbt und vieles mehr.

Welpen spielen im Freilaufgelände

Welpen spielen im Freilaufgelände

„Hundetanten und –onkel“ übernehmen, rudeltypisch, mehr und mehr erzieherische und pflegende Aufgaben an den Kleinen und entlasten die Hundemutter, die sich so wieder mehr eigenen Bedürfnissen zuwenden kann. Da es auf Wikkegaard auch Rudeltraining gibt, lernen die Kleinen – ganz nebenbei – von den Großen auf bestimmte Rituale und Forderungen im Hunderudel zu schauen.

Diese Sozialisierungsprozesse im Hunderudel fördern auch die Entwicklung des Ausdrucksverhaltens der Hunde. Die kleinen Welpen lernen, wie sie ihre Bedürfnisse und Befindlichkeiten auch Artgenossen gegenüber mitteilen können und wann sie von ihrem Gegenüber verstanden werden. Wenn auch ein großer Teil der Signale genetisch gebunden ist und bereits in frühesten Tagen den kleinen Lebewesen zugänglich ist, so unterstützt doch das Hinschauen und Nachahmen die Präzession, die Entwicklung von Vielfalt der Möglichkeiten, regt das Denken an und fördert das lebensfrohe Miteinander.

Die Förderung der Sinne und Fähigkeiten: Altersentsprechend und stets ohne Zwang, aber mit viel Lob und anerkennender Freude werden die Sinne und angeborenen Neigungen der Welpen durch motivierende Maßnahmen angeregt und gefördert. Das Umfeld ist so gestaltet, dass es viele Möglichkeiten gibt, zu entdecken, sich zu erproben, zu lauschen, zu riechen und zu spüren. Hierfür steht eine Spielwiese, ein Welpenspielplatz, ein „Pfad der Sinne und Fähigkeiten“ und letztlich ein weites Umfeld mit Wasser, Strand, Wald und Wiese zur Verfügung.

In spielerischen Übungen können so die Koordination und Balance, die Reaktionsschnelligkeit, die Aufmerksamkeit, die Konzentration, die Sensibilisierung und die Desensibilisierung trainiert werden.

Ein Hund entdeckt das Knabbern an einem Stöckchen

Viel Umgang mit der Natur steht bei der Welpenförderung auf dem Programm

Auf der Spiel- und Buddelfläche, bei den ersten Schritten nach draußen, machen die Welpen ihre Entdeckungen im Sand und im Gras. Sie sehen Insekten, Kriechtiere, Büsche und Pflanzen. An einer kleinen Wasserstelle spüren sie den Wind, die warme Sonne und die Erde. Hier können sie toben, „rasen“, sich verstecken oder ruhen, gesäugt werden, was auch immer. Sie finden Plätze, die ihnen besonders zusagen und entdecken dabei auch sich selbst in ihren Möglichkeiten und Vorlieben. Sie finden allerlei Kräuter, die lecker oder bitter schmecken, und nicht selten spürt ihre kleine Nase unter der Sandschicht weit verstreutes Futter auf. Das alles regt die Sinne an, macht das Leben spannend, interessant und weckt Neugierde und Lebensfreude.

Auf dem Welpenspielplatz finden sie motivierende Elementen. Eine große Buddelkiste, umrahmt von Holzpflöcken, muss überstiegen werden, ein schmales Brett fordert zum Balancieren auf, ein Sandberg lädt ein zum Graben und Balgen, eine Wippe bewegt sich, wenn man sie überschreiten möchte, an einem großen Nageast kann man zerren und beißen oder ihn als ein Hindernis körperlich überwinden. Für ganz Mutige gibt es eine flach über den Boden hängende Schaukel, die man einfach überqueren oder auf der man leicht schwingen kann. Und für die Müden findet sich ein weiches Plätzchen im Schatten und Schutz der Bäume, gebaut auf einer Holzpalette, damit die kleinen nackten Bäuche sich nicht unterkühlen.

Ein Welpe auf Wikkegaards Pfad der Sinne

Der Pfad der Sinne fördert die Wahrnehmung der Umgebung und hilft Ängste abzubauen

Der „Pfad der Sinne und Fähigkeiten“ zieht sich über Wikkegaards Gelände und ist eigens dafür gedacht, die Hunde – ob groß oder klein (und nicht selten auch die Menschen!) – in ihren Sinnen und Fähigkeiten anzuregen und zu fördern. Der Pfad besteht aus unterschiedlichen Elementen und motiviert zur Erledigung vieler Aufgaben. Der Untergrund wechselt stets, besteht manchmal aus weichem Sand, dann wieder aus großen oder kleinen Kieselsteinen, es geht „bergauf und bergab“ und für die Großen über hohe Baumstumpen. Oft findet der Hund köstliche kleine Überraschungen, die er sich durch Geschick und Einfälle erwerben kann.

Die Welpen lernen den Weg abschnittsweise und in altersgerechten Anforderungen kennen, immer begleitet von einem Menschen, der sie nicht zwingen wird, aber ermutigend lobt und belohnt, wenn wieder einmal anfängliche Furcht oder Ungeschicklichkeit überwunden werden konnte. Früh lernen die Welpen so, sich selbst zu fordern und fordern zu lassen, mit aufkommender Furcht angemessen umzugehen, ihre Sinne erfolgreich einzusetzen und ihren „Kopf“ zu gebrauchen, wenn es Probleme zu lösen gibt.

Das Umfeld der Welpen zeigt vielfältige Natur, sie wachsen zwischen Wiesen, Feldern, Strand und Seen auf, lernen Geräusche und Düfte kennen, atmen nahezu von Schadstoffen freie Luft und buddeln in weitestgehend unbelastetem Boden, suchen Früchte und Pflanzen ohne chemische Zusatzstoffe und schaffen so eine Basis für eine stabile Gesundheit und ein Nervensystem, das später alltägliche Belastungen verarbeiten kann. Gleichzeitig bietet dieses Umfeld Anregung verschiedenster Art, und am Ende ihrer Aufzuchtszeit auf Wikkegaard stehen die ersten Ausflüge zur Nordsee und das Mitfahren im Auto auf dem Programm. Letzteres ist eine wichtige Vorbereitung für so manchen Welpen, der eine lange Reise nach Deutschland antreten wird, wo sein neues Zuhause auf ihn wartet.

Aktuelle Artikel

Er wird wieder wärmer auf Wikkegaard

Wikkegaards Candy nascht Hagebutteneis. Foto: Margarete Weiler

Candy nascht "Hagebutteneis"

Die eisige Kälte dieses Winters hielt uns eine Weile fest umklammert, doch der herrliche Sonnenschein versöhnte und wärmte von innen, wo Kälte draußen zur Passivität und zum „Stubenhocken“ zwang. Ab 10 Uhr, wenn die Sonne höher stand, hielt es keinen Hund mehr auf seiner häuslichen Matte, dann mussten sie tollen, rennen und toben. Der Winter hält aber auch köstliche Abwechslungen bereit, und Candy hat zu Eis gefrorene Hagebutten für sich entdeckt. Im Freigehege wurde der Spielturm zu einer eisigen Rutschbahn, und  rasante Sprints endeten oft in überraschenden Piruetten, zum Glück  immer ohne ernsthafte Folgen. Wikkegaards Hunde sind durch ihr lebhaftes Miteinander eben gut trainiert.

Seit gestern aber steigen wieder die Temperaturen. Der Himmel wird dunkler, schwerer und lässt eine Last größerer Schneemassen erwarten. Die Wettervorhersage spricht von „aufkommenden stärkeren Winden“. Weiterlesen

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