Weiterbildung: Interventionen und Therapiehundeausbildung

Seminar

„Weiterbildung in tiergestützten therapeutischen und pädagogischen Interventionen, verbunden mit der Ausbildung eines eigenen Therapiehundes“

Das Seminar richtet sich an Personen, die in ihren therapeutischen und pädagogischen Berufen ein Tier zur Unterstützung ihrer Arbeit einsetzen und dazu eine fachorientierte  Qualifikation erlangen möchten.

Neue Kurse beginnen jeweils im Frühjahr, ein Einstieg in bereits laufende Kurse ist leider nicht möglich. (Termine)

Bei Interesse lassen Sie sich für eine Anmeldung vormerken! Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen begrenzt.

Voraussetzung für den Zugang zu diesem Weiterbildungsseminar:

  • abgeschlossene therapeutische oder pädagogische und/oder am Gesundheitswesen orientierte Berufsausbildung an staatlich anerkannten Universitäten, Fachhochschulen oder Fachschulen
  • Tätigkeit im entsprechenden Beruf oder mindestens eine zweijährige Berufserfahrung
  • Nachweis in grundlegenden Kenntnissen (Kontakt, Pflege, evtl. Haltung) im Umgang mit Haus-und/oder Nutztieren.

Bei fehlenden Voraussetzungen besteht die Möglichkeit für eine Sonderzulassung bei entsprechender beruflicher Qualifikation.  

Inhalte, Lehrformen und Abschlüsse sind dem internationalen Standard der qualifizierten Weiterbildung in tiergestützten, therapeutischen und pädagogischen Interventionen angepasst!

Akkreditiert durch die Landespsychotherapeutenkammer Baden-Würtemberg mit 50 Fortbildungspunkten für 4 Module (Formulare dafür gibt es in den Seminaren!)

Inhalte des Seminars:

A Grundlagen tiergestützter Interventionen

  • Fachgebiet Psychologie ( u.a. Psychologie der Mensch-Tier- Beziehung, Wirksamkeit der Tiere, psychologische, physiologische und soziale Effekte)
  • Fachgebiet Pädagogik und Therapie (u.a. Formen und Möglichkeiten der tiergestützten Interventionen in therapeutischen und pädagogischen Handlungsfeldern, Planung, Evaluation und Reflexion von tiergestützten Maßnahmen, berufliche und berufspolitische Perspektiven, Selbstverständnis des Menschen und Verständnis des Tieres in der tiergestützten Intervention, News aus der Forschung)
  • Andere Fachgebiete (u.a. Hygiene, Organisation und Evaluation, rechtliche Aspekte)

B Grundlagen Tiertraining

  • Das Mensch-Tier-Team (u.a. Arbeitsatmosphäre, Interaktion und Kommunikation, Selbst- und Fremdbeobachtung)
  • Lernverhalten (u.a. artenbestimmtes Lernverhalten, Lernen durch Verknüpfungen, Intelligenz und Lernvermögen, Neugier und Spielbereitschaft, artengerechte Trainingsmethode)
  • Stress und Stressprävention (u.a. Stressphysiologie, akuter und chronischer Stress)
  • Aggression und Angst ( u.a. Aggression als Verhalten vs. Charaktereigenschaft, vom Sinn und Wert des Aggressionsverhaltens, Unterdrückung oder Kanalisation, von der natürlichen Furcht zum Angstverhalten)

C Grundlegendes zum Hund

  • Abstammung des Hundes (u.a. neue Wolfsforschung, Co-Operationen und Bindung)
  • Hunderassen im Überblick (u.a.Klassifizierungen, Gemeinsames und Trennendes, zur Einsetzbarkeit in tiergestützter Arbeit)
  • Soziales Verhalten der Hunde (u.a. Rudelverhalten, Rangordnungen und Ausdrucksverhalten untereinander)
  • Entwicklungsphasen des Hundes (u.a. von der Paarung bis zum Werfen, Verhalten der Hündin nach dem Werfen, Welpenverhalten im Wurf, Prägung, Habituation und Sozialisierung, Pubertät, der erwachsene und der alte Hund)
  • Anatomie des Hundes (u.a. Physiologie, Sinne)
  • Pflege und Haltung (u.a. artgerechte Ernährung, Unterbringung, Tageslauf)
  • Krankheiten und ihre Symptome (u.a. Symtome erkennen, Wann zum Arzt? Erste Hilfe)
  • „Mythen“ (Ansprache bestimmter „Volksweisheiten“ über Hunde, wahr, kritiklos überliefert, brauchbar?)

D Training und Einsatz eines Therapiehundes

  • Einsatz des Hundes, aber wann ist ein Hund ein Hund? (u.a. Wirkfaktoren des Hundes können nur dann aktiviert werden, wenn der Hund ein Hund sein kann oder vom Unsinn der inaktiven, allzeit duldenden und Laut unterdrückenden Therapiehunde)
  • Einsatzmöglichkeiten eines Hundes in unterschiedlichen pädagogischen und therapeutischen Bereichen (u.a. Effekte pädagogischen und therapeutischen Einsatzes anhand von Falldarstellungen der Dozenten und Berichten der Teilnehmer)
  • Beginn und Aufbau einer Intervention (Didaktik und Methodik)
  • Verhaltensauffälligkeiten und unerwünschte Verhaltensweisen (u.a. „Problementwicklung“, Umgang, speziell Umgang mit dem aggressiven und/oder ängstlichen Hund)
  • Wellness und Ausgleichsarbeit für den Hund (u.a. Nasen- und Denkarbeit, TTouch)
  • Stöbern in der „Ideenkiste“ (u.a. Spaß, Spiel, Freude und viel Kreativität bei Mensch und Hund)
  • In welche Richtung geht es? ( u.a. Berufsperspektiven, Themenfindung für die Hausarbeit)
  • Der Therapiehund – Versuch einer Beschreibung (Einschätzung der Wesensmerkmale und Kriterien für einen Therapiehund, Vergleich anfänglicher Sichtweisen mit denen der am Ende des Seminars entstandenen)
  • Wesenstest (u.a. Vom Sinn, Wert und den Grenzen eines Wesenstestes, Von den möglichen Folgen nicht artgerechter Testmethoden für den Hund)
  • Präsentation oder Dokumentation der praktischen Arbeit der Absolventen
  • Einzeltraining und Training in der Gruppe

Lehr- und Lernformen:

Der Lehrstoff wird durch Vorträge von qualifizierten Dozenten verschiedener Fakultäten vermittelt. Die Vorträge sollen einen Überblick über entsprechende Themen, Theorien und empirische Ergebnisse geben, anschließende Diskussionen dienen der Klärung von Fragen und der Bildung eigener Standpunkte. Durch Leistungsnachweise wird es dem Studierenden möglich, den Stand  seiner eigenen Mitarbeit zu überprüfen. Lehrstoff und Wissenstand können so durch die Dozenten aufeinander abgestimmt werden.

Vorgesehen ist ein hoher Anteil an Selbststudium, d.h. Vertiefung des erworbenen Wissens, Eigenarbeit im Beruf der tiergestützten Intervention und im Training mit dem Hund. Dabei steht der qualitative Lernzuwachs im Vordergrund, in Ergänzung zum quantitativen mit vorgegebenen Zeiteinheiten.

Wesentlich für das Seminar ist daneben die aktive Beteiligung der Teilnehmer in den Diskussionen, der Gruppenarbeit und der Einzelarbeit innerhalb von Referaten, Präsentationen und Dokumentationen. Darüber hinaus wird eine intensive Trainingsarbeit mit dem jeweiligen Hund des Teilnehmers erwartet.

Zwischen den Seminaren finden Supervisionen und eventuelle Hospitationen statt, in denen die Teilnehmer Gelegenheit finden, ihre eigene Arbeit (tiergestützte Intervention und Training mit dem Hund) gemeinsam mit dem Supervisor zu reflektieren, Behandlungs- und Vorgehenswege zu finden und zu erarbeiten.

Eine mündliche Abschlussprüfung und eine Hausarbeit belegen nachweislich die erfolgreiche Ausbildung.

Exemplarischer Aufbau und Ablauf des Seminars:

Das Studium ist in 4 Module eingeteilt, die jeweils zweimal in einem Jahr stattfinden. Ein Modul umfasst einen Zeitraum von 5 Tagen. Ein Studientag hat 8 Stunden.

Die Zeit zwischen den Modulen dient vorrangig der praktischen tiergestützten Arbeit des Studierenden in seinem Beruf mit seinem das Seminar begleitenden Hund sowie des Trainings des Hundes im häuslichen und beruflichen Umfeld. Es entsteht damit folgende Gliederung:

Modul 1 -> Praxis 1 -> Modul 2 -> Praxis 2 -> Modul 3 -> Praxis 3 -> Modul 4 -> Praxis 4

Die Seminarinhalte werden auf die Module verteilt angeboten. Das Angebot wird vor Ausbildungsbeginn jeweils neu differenziert überarbeitet und so den gegebenen Situationen der Teilnehmer angepasst. Die Module enthalten immer einen theoretischen und einen praktischen Teil.

Der praktische Teil umfasst die Ausbildung des Therapiehundes, hier durch Trainingseinheiten, die an den Beruf der Studierenden und der individuellen Art der Hunde angepasst sind. Es finden Einzel- und Gruppentrainings statt. Die Module können darüber hinaus auch Hausarbeiten enthalten.

In der Praxiszeit zwischen zwei Modulen oder nach dem letzten Modul liegen:

  • die praktische tiergestützte Arbeit im eigenen Beruf mit dem Hund
  • das praktisches Training mit dem Hund nach individueller Erarbeitung in den jeweiligen Modulen
  • mindestens 2 Supervisionen dieser tiergestützten Arbeit
  • mindestens 1 Supervision des häuslichen Trainings mit dem Hund
  • ggf. Möglichkeit zu einer freiwilligen Hospitation der tiergestützten Arbeit und/oder des Trainings
  • Leistungsnachweise, themenorientiert,  Umfang ca. 1-2 Seiten
  • ein Praktikum von mindestens 40 Stunden

Den Abschluss der Ausbildung bilden

  • eine mündliche Prüfung (themenorientiert) und eine schriftliche Prüfung (Anfertigung einer Hausarbeit nach Themenwahl)
  • Ausstellung des Zertifikats nach bestandener Abschlussprüfung und eines für die Ausbildung des Hundes als Therapiehund.

Kosten für das Seminar:

Die Kosten für das Seminar betragen für die Module 1,2 und 3 jeweils 950 Euro. Für Modul 4 sind inklusive der Abschlussprüfung 1250 Euro zu begleichen. Die unter der Rubrik „Praxis“ angegebenen Leistungen sind in den Gebühren enthalten. Die Kosten für eine freiwillige Hospitation müssen mit dem jeweiligen Dozenten (Anreise, Zeitaufwand) einzeln vereinbart werden. Die Teilnahmegebühren sind jeweils 4 Wochen vor Seminarbeginn vollständig zu leisten.

Stornierungen sind bis maximal eine Woche vor Seminarbeginn zu 50 Prozent des Seminarpreises möglich.

Für Teilnehmer, die alle 4 Module vor Seminarbeginn fest buchen und bezahlen beträgt der Gesamtpreis 3800 Euro.

Anmeldung zum Seminar: 

Sichern Sie sich aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl eine Vormerkung zu einer dann verbindlichen Anmeldung.

Bei weiteren Fragen und für die Anmeldung helfen wir gern weiter:

Margarete Weiler: info@wikkegaard.de Tel. +45 97 981 586

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