Archiv der Kategorie: Weiterbildung

Unsere Weiterbildung in tiergestützter Therapie und Pädagogik ist verbunden mit der Ausbildung des eigenen Therapiehundes für die gemeinsame Arbeit.

Sommerseminar Kurs 2, Modul 2

Lernen bei Sommer, Sonne und einem erlebnisreichen Miteinander von Mensch und Hund

Nur noch über diese Düne, Freunde! Da unten am Meer treffen wir uns zur Begrüßung.
Nur noch über diese Düne, Freunde! Da unten am Meer treffen wir uns zur Begrüßung.

Inmitten eines relativ kalten und nassen Sommers hier oben im Norden Dänemarks erwischten wir mit unseren Weiterbildungskursen Tage voller Sonne und – naja – „erfrischender“ Wärme. Das gab eine wunderbare Kulisse für uns Menschen, aber auch ganz besonders für die uns begleitenden Hunde. Da lag es nahe, auch mit diesem Kurs an der Weite des Strandes, umspült von sanften Nordseewellen, zu starten. Die schier unbegrenzte Fläche und die Möglichkeit zu lauwarmen Bädern für die Mutigen gab den Hunden den Raum, der Annäherung und Wiedererkennen nach Hundemanier ermöglichte: Man konnte sich beschnuppern, miteinander tollen und rennen oder in großen weiten Distanzbögen erst einmal die gesamte Lage auf sich wirken lassen – ganz, wie es beliebte. Sommerseminar Kurs 2, Modul 2 weiterlesen

Freude und Wehmut – Impression über ein „letztes Modul“

Kurs 1 hat die Module abgeschlossen und beginnt mit dem schriftlichen Teil der Weiterbildung in tiergestützten therapeutischen und pädagogischen Interventionen.

Trotz der Freude über bestandene mündliche Prüfungen war in diesem „letzten Modul“ der Weiterbildung für Kurs 1 doch auch Wehmut und Abschiedsschmerz nicht zu übersehen. Vier Module in 2 Jahren hatten Teilnehmer, Hunde und Dozenten miteinander verbunden.
Wir waren uns einig: Es war mehr als „nur“ Wissen und Lernen, es waren auch „gelebte Begegnungen“. Freude und Wehmut – Impression über ein „letztes Modul“ weiterlesen

„Analog unbewusst kontra digital technisiert“

Aspekte der Mensch-Tier-Beziehung – Gedanken einer Teilnehmerin zum Modul 1 der Weiterbildung auf Wikkegaard

(Martina Giulini bezieht sich primär auf den Vortrag Ätiologische, psychologische und ethische Überlegungen zur Mensch-Tier-Beziehung von Gerd Ganser mit der Aussage: „Tiere kommunizieren analog, d.h. nonverbal auf der Handlungsebene und können uns auf den tieferen Schichten unserer Persönlichkeit ansprechen. Unbewusstes kann in der Therapie mit einem Tier, besonders bei einem Hund, sichtbar und therapeutisch genutzt werden.“)

Mich beschäftigen die tieferen Schichten, mit denen wir mit den Tieren, hier in der Wikkegaard Ausbildung mit unseren Hunden, in Beziehung treten und wie hierbei Kommunikation, Austausch und emotionales Verstehen stattfindet. „Analog unbewusst kontra digital technisiert“ weiterlesen

Bald ist es wieder soweit: Weiterbildung auf Wikkegaard

Nur noch 14 Tage bis zum Seminarbeginn der laufenden Weiterbildungskurse:
Kurs 1 startet am 3. August 2015 mit dem Modul 4
Kurs 2 beginnt am 10. August 2015 mit dem Modul 2

Die Vorbereitungen laufen jetzt auf Hochtouren, die Freude auf das Wiedersehen und Zusammensein ist bei Teilnehmern und Dozenten deutlich spürbar.

Diesmal beginnen wir mit einem Strandspaziergang an der Nordsee. Hier bietet sich ein weites Feld zur Wiederbegegnung all unserer Hunde geradezu an. Da ist Luft und Raum zum Ausweichen, sich-Annähern und miteinander Rennen und Toben.

Am Rande des „Nationalparks Thy“, in wunderschöner Natur gelegen, wartet das großräumige Seminarhaus auf uns.
Wieder werden wir uns zu vielen Vorträgen und Diskussionen zusammenfinden. Die Gruppenarbeit in Form kollegialer Intervision unserer beruflich laufenden tiergestützten Arbeit hat einen hohen und geliebten Stellenwert in der Ausbildung gefunden.                    Auch das individuelle Training mit so manchen Möglichkeiten zum Kennenlernen begegnungs- und beziehungsorientierter Lehr- und Lernmethoden ist ein wesentlicher Mittelpunkt unserer Seminararbeit. Hier geht es um praktisches Tun mit dem Hund, der in dieser Ausbildung weder ein Medium, noch ein Werkzeug darstellt, sondern ein reales Gegenüber – wenn auch einer „anderen Art“ – für Therapeut/Pädagoge und Klient/Klienten ist. Seine Art, sein Wesen bestimmt die Begegnung mit und berührt Bereiche des Miteinanders, die Ansprache und nachfolgende Handlungen finden können.
Unterstützt wird dies durch das Erleben von Spiel und Spaß mit dem Hund im Kontext der Förderung der Sinne und individuellen Fähigkeiten von Mensch und Hund.

Im Kurs 1 gibt es diesmal mündliche Prüfungen und ein ganzer Tag ist für tierärztliche Unterweisung mit Themen um Hygiene, Anatomie, Krankheiten des Hundes, Ernährung und Haltung aus medizinischer Sicht sowie einem Erste Hilfe-Kurs für Notfälle unserer Vierbeiner reserviert.

P1030288Das größte Sinnesorgan der Hunde, die olfaktorische Region, nimmt einen immensen Raum innerhalb Wohlbefinden und Sicherheit des Hundes ein. Es ist deshalb eines der wichtigen Anliegen hier dem Hund größtmögliche Entspannung, Erfolgserlebnisse und zugleich Schulung zu bieten. So gibt es im Sommerkurs im 2. Modul jeweils das „Schnüffelprogramm“ vom ersten Aufsammeln weit verstreuter Leckerchen, über das Duft-Spurenlegen bis zu ersten Erfahrungen im Mantrailing. Ein Highlight für Hund und Mensch zwischen intensivem Lernen und Diskutieren um wichtige Themen im Bereich Tiergestützter Interventionen!

Die laufenden Kurse sind geschlossen, aber am 28. März 2016 beginnt eine neuer Kurs. Noch gibt es freie Plätze!

Weiterbildungsseminar Ostern 2015 – Erfahrungen einer Teilnehmerin

„Wie schön ist alles erste Kennenlernen. Du lebst so lange nur – als du entdeckst.“ (Christian Morgenstern)

Mit einer gehörigen Portion vorfreudiger Anspannung lenkte ich mein Auto am Morgen des 6. Aprils aus der Auffahrt unseres in den Dünen gelegenen Ferienhauses in Klitmøller, um pünktlich das Seminarhaus in Vang zu erreichen. Dort sollte heute der erste Ausbildungstag in tiergestützter Therapie und Pädagogik stattfinden. Ich hatte während meiner Arbeit als Sonderpädagogin schon einige Fort- und Weiterbildungen absolviert, aber während ich dem schmalen, kurvigen Waldweg folgte, spürte ich etwas, was sich von den vorangegangenen Erfahrungen unterschied. Weiterbildungsseminar Ostern 2015 – Erfahrungen einer Teilnehmerin weiterlesen

Osterseminar 2015

Input-Output und eine ganze Menge neuer Erfahrungen und Erkenntnisse – Weiterbildung in tiergestützter Therapie und Pädagogik

IMG_1438Ein Hundeausdruck sagt manchmal mehr als viele Worte. Dankas fröhliches Hundelachen steckt an und der lustige „Schnappschuss“ wirkt auf mich wie das Symbol einer einmal wieder erlebnisreichen und frohen Seminarzeit auf Wikkegaard.

Da waren zuerst die bereits „fortgeschrittenen zwei- und vierbeinigen Teilnehmer“ des 3. Moduls.
Bei der Begrüßung auf dem Vorplatz des angemieteten Seminarhauses am Rande des Nationalparks Thy zeigte sich Wiedersehensfreude in herzlichen Umarmungen und spontanen Erzählungen „wie es denn war… in der Zwischenzeit…mit Hund, Klienten und manchmal auch privat, wie die Anreise verlief, wo man Unterkunft gefunden hatte“ und immer wieder „wie sehr sich doch ein jeder auf das einwöchige Zusammensein freute“. Osterseminar 2015 weiterlesen

Es geht um mehr als Ausbildung – Wikkegaards Sommerseminar

„Ich freu mich schon auf nächstes Mal“

Text von Kerstin Geppert
Fotos: Maria de Nitto, Heike Bienert, Hinnerk Weiler

20140718-211742-Schweiz-In seinem lichten Blau spannt sich der dänische Morgenhimmel über uns. Es ist Freitag, viertel vor neun und die Sonne lacht in fröhliche Gesichter. Der typische leichte Wind riecht nach Nordsee und erfrischt wie eine Morgendusche. – Ein letztes Mal in dieser zweiten Ausbildungswoche fahren die Autos der TeilnehmerInnen und DozentInnen auf den traumhaft schönen Hof von Jørgen und Ellen, finden Platz unter großen schattenspendenden Bäumen. Autotüren werden geöffnet und erwartungsvolle, freudig wedelnde Hunde springen heraus:

lotteDie 11 Monate alte blonde Labradorhündin Lotte, die mit feinem Gespür immer auf der Suche nach dem passenden Spielpartner ist und für ihr Alter schon überraschend gut auf ihre Karin hört,

hollydie gleichaltrige temperamentvolle Holly, die nicht nur herumliegende Schuhe als ihre Beute betrachtet und Renate damit gehörig auf Trab hält; ebenfalls eine reinrassige Labradorhündin, aber es wird vermutet, dass da irgendwann einmal ein schwarzhaariger Kobold im Spiel gewesen sein muss,

nemoHeikes, aus dem Tierheim stammender, 7-jähriger Boardercollie-Mischling Nemo, der eine unvergleichliche Fröhlichkeit ausstrahlt, jeden zu lieben scheint und – über alle Maßen glücklich – den ihm zur Verfügung stehenden Bewegungsfreiraum genießt,

bonniedie 2-jährige braune Labradorhündin Bonnie von Kristina, die mit Zielstrebigkeit und sportlichem Geschick Äpfel von den Bäumen pflückt, sie ohne zu zögern mit den anderen Hunden teilt und uns alle durch ihr ausgeprägtes Sozialverhalten beeindruckt,

enjo2der 3-jährige schwarze Labradorrüde Enjo, vor Kraft strotzend und mit endlos scheinender Energie ausgestattet, gleichzeitig mit einem Blick zum dahin Schmelzen; freundlich, neugierig und aufgeschlossen; der Wasser über alles liebt, im hohen Bogen mit Bauchlandung in den naheliegenden Nors-See springt und furchtlos jeden Stock aus der Brandung der Nordsee holt.

Die drei 5-jährigen Golden Retriever-Geschwister Dorma, Darjus und Danka, deren gemeinsame Welpenzeit und Vertrautheit erkennbar wird, wenn sie miteinander spielen oder uns gleichzeitig mit lautem Gebell auf etwas Wichtiges aufmerksam machen; Dorma und Danka ähnlich sanft und zurückhaltend, aber genau beobachtend was vor sich geht; Darjus, äußerst interessiert an der bald läufigen Lotte; legt sich fürsorglich an die Seite von Dozenten mit Lampenfieber und stellt sich bereitwillig für das Vorstellen von Tellington TTouch zur Verfügung.

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