Weiterbildung in hundegestützter Psychotherapie, verbunden mit der Vorbereitung des Hundes auf die Praxisintegration

Seminar

Weiterbildung in hundegestützter Psychotherapie, verbunden mit der Vorbereitung des Hundes auf die Praxisintegration

Das Seminar richtet sich an psychotherapeutisch tätige Personen, die einen Hund zur Unterstützung in ihre Arbeit integrieren und dazu fachorientierte Qualifikation erlangen möchten.

Neue Kurse beginnen jeweils im Sommer (Juli/August) eines Jahres. Ein Einstieg in bereits laufende Kurse ist nicht möglich.

Jetzt unverbindlich vormerken oder gleich einen sicheren Platz buchen. 

Voraussetzung für den Zugang zum Weiterbildungsseminar:

  • Abgeschlossene psychotherapeutische oder am Gesundheitswesen orientierte psychologische Ausbildung an einer staatlich anerkannten Universität, Fach- oder Fachhochschule.
  • Tätigkeit in einem entsprechenden Beruf oder mindestens eine einjährige Berufserfahrung.
  • Zusammenleben mit einem Hund und grundlegende Haltungskenntnisse.
  • Vorlage der Nachweise über die erfolgten beruflichen Qualifikationen.

Bei unzureichenden Voraussetzungen besteht nach Einschätzung der beruflichen Situation die Möglichkeit zu einer Sonderzulassung.

Die Weiterbilung ist bei der Psychotherapeutenkammer für  Fortbildungspunkte akkreditiert. Formulare dafür sind im Seminar erhältlich.

Inhalte des Seminars im Überblick.

Die zeitliche Abfolge innerhalb der Module erfolgt jeweils in Absprache mit den Dozenten.

Der Hund in seinem Bezug zum Menschen:

Domestikation, Biophilie, Sozialisation, Eigenständigkeit und Bindung, Ausdrucksverhalten des Hundes, Recht und Ethik, neuere Forschungsergebnisse.

Der Hund in der Psychotherapie:

Physiologische, neurologische und psychologische Unterschiede und Parallelen zwischen Mensch und Hund, Eignung der Spezie Hund zum Therapiehund, der Weg des Hundes zum Therapiehund, Integrationsmöglichkeiten des Hundes in die psychotherapeutische Arbeit in Theorie und Praxis, neuere Forschungsergebnisse.

Basis der Integration des Hundes in die Psychotherapie:

Gesundheit und Wohlbefinden, Bindungsqualität und -quantität zwischen dem Psychotherapeuten und seinem Hund, Erlernen der Kommunikationsmöglichkeiten zwischen den  Arten Mensch und Hund, gegenseitiges Verstehen (der Hund bleibt Hund / der Mensch bleibt Mensch), das Wikkegaard-Konzept in der Theorie.

Integration des Hundes in die psychotherapeutische Arbeit:

Triangulierung und/statt Duade (der Hund ist ein Dritter), Kriterien der Patienten- und Symptomauswahl für eine Integration des Hundes (wann, wie und wie lange), Beginn und Ende (Alter, Tod, Trennungen aus anderen Gründen) der Integration, Bedeutung eines Therapieziels (Planung und/oder Offenheit für das Geschehen), Evaluation und Reflexion

Praktische Integration in die psychotherapeutische Arbeit:

Vorbereitung des Patienten auf eine hundegestützte Psychotherapie, Beziehungsaufbau zwischen Patienten und Hund, Umgangsformen miteinander innerhalb der psychotherapeutischen Behandlung, Vermittlungen des Psychotherapeuten innerhalb der Kommunikation zwischen Patient und Hund, Aufgaben des Therapeuten (Verstehen, Deuten, Finden von Zusammenhängen zwischen Geschehen und Symptombildungen), Praktische Übungen.

Supervision der hundegestützten Psychotherapie:

Bedeutung und Wert, Regelmäßigkeit, Prozesserfahrungen, Vermeidung von Stressbildungen

Praktisches Training des Therapiehundes:

Grundlagentraining (einfache für Hund und Patienten lernbare Übungen und deren Sinn innerhalb der therapeutischen Sitzungen), Übungen für den Therapeuten und seinen Hund (Verständigung, Zuverlässigkeit, Anerkennung hundlicher Bedürfnisse und Fähigkeiten, Verhältnis zwischen Forderung und Gewährenlassen), Für und Wider unterschiedlicher Trainingsmethoden (was tut wem gut oder nicht gut?)

Abschluss und Nachweis der Weiterbildung:

Innerhalb des 3. Moduls erfolgt eine mündliche Prüfung.

Als schriftliche Prüfung gilt eine Hausarbeit innerhalb eines halben Jahres nach der mündlichen Prüfung.

Zertifikate nach dem gesamten Abschluss für Mensch und Hund über die erfolgreiche Teilnahme.

Lehr- und Lernformen:

Der Lehrstoff wird durch Vorträge von qualifizierten Dozenten verschiedener Fakultäten vermittelt.

Die Vorträge sollen einen Überblick in den entsprechenden Themenbereichen und Theorien, so wie empirische Ergebnisse geben. Anschließende Diskussionen dienen der Klärung von Fragen und der Bildung eigener Standpunkte.

Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zu einem vertiefenden  Selbststudium, die Eigenarbeit mit Patient und Hund im Beruf und im Hundetraining. Hinzu kommt die Bereitschaft zu Kurzreferaten und für die Darstellung von „Fallseminaren“ in der Gruppe.

Zwischen den Modulen sollen jeweils zwei Einzelsupervisionen bei Wikkegaards Dozenten wahrgenommen werden.

In pratischen Übungen mit anschließendem Reflektieren können Erfahrungen und Hilfestellungen am Modellgeschehen probiert und erörtert werden (Beispiele sind u.a. Wann/Wie begegnen sich Mensch und Hund im Setting? Wie gehe ich mit welchem Verhalten des Hundes gegenüber dem Patienten um? Was geschieht eigentlich in der Triangulierung und wie kann ich das Geschehen für meine therapeutische Arbeit nutzen? Was darf der Hund in einem Setting, was darf er nicht? Wo hat der Hund offensichtliche Probleme und wie kann ihm geholfen werden?)

Exemplarischer Aufbau und Ablauf des Seminars:

Das Studium ist in 3 Module eingeteilt (Erstes Jahr Modul 1 im Sommer, 2.Jahr Modul 2 im Frühjahr und Modul 3 im Sommer). Ein Modul umfasst einen Zeitraum von vier Tagen. Der fünfte Tag der Seminarwoche ist reserviert für Einzelsupervisionen und seminarbezogene Einzelgespräche. Ein Studientag hat 6 Stunden.

Die Seminarinhalte werden auf die Module verteilt angeboten. Das Angebot wird vor Ausbildungsbeginn mit Blick auf die Teilnehmerzusammensetzung überarbeitet. Die Module enthalten immer einen theoretischen und einen praktischen Anteil.

Der praktische Anteil umfasst vorwiegend die Ausbildung des Hundes und seine Integration in die spezielle berufliche Situation.

Die Zeit zwischen den Modulen dient vorwiegend der pratischen Anwendung des erlangten Wissens. Insbesondere:

  • die praktische tiergestützte Arbeit im eigenen Beruf mit dem Hund
  • das praktisches Training mit dem Hund nach individueller Erarbeitung in den jeweiligen Modulen
  • mindestens 2 Supervisionen der hundegestützten Arbeit bei einem Dozenten
  • ein Praktikum von mindestens 20 Stunden

Kosten für das Seminar:

Die Kosten betragen pro Modul 950,- Euro. In Modul 3 fallen zusätzlich 300,- Euro für die Abschlussprüfung und Zertifikate an.

Die unter der Rubrik „Praxis“ angegebenen, und durch Wikkegaard erbrachten Leistungen, sind in den Gebühren enthalten.

Die Kosten für weitere freiwillige Supervsionen werden mit dem jeweiligen Dozenten direkt vereinbart. Die Teilnahmegebühren sind jeweils vier Wochen vor Modulbeginn vollständig zu begleichen.

Stornierungen sind bis maximal eine Woche vor dem ersten Tag eines Moduls zu 50 Prozent des Modulpreises möglich.

Für Teilnehmer, die vor Beginn des ersten Seminars bereits die gesamte Weiterbildung verbindlich buchen und bezahlen, entfällt die Prüfungsgebühr. Der Gesamtpreis beträgt dann 2.850,- Euro.

Anmeldung zum Seminar: 

Unverbindlich vormerken oder fest buchen. 

Bei weiteren Fragen und für die Anmeldung helfen wir gern weiter:

Margarete Weiler: info@wikkegaard.de Tel. +45 97 98 15 86

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