Hundegestützte Psychotherapie Weiterbildung in Schleswig Holstein2021-04-29T18:21:26+01:00
wikkegaard-schriftzug

Weiterbildungsinstitut für hundegestützte Psychotherapie

Weiterbildung, Vorträge und Supervision

Das Konzept Wikkegaard

„Wikkegaard ist keine Schule, Wikkegaard ist eine Haltung. Eine Haltung, die in der Erfahrbarkeit mit unseren Hunden eine besondere Tiefe in der Bezogenheit zu unserem Gegenüber eröffnet.“

 Unser Verständnis von hundegestützter Psychotherapie findet sich im Logo Wikkegaards wieder. In der Betrachtung liegt die gemeinsame Beziehung zwischen Mensch und Hund in Anerkennung der jeweils eigenen Subjektivität, die damit eine Funktionalisierung des Hundes als Objekt ausschließt.

In gegenseitiger Achtung, Zuneigung und einem liebevollen Miteinander liegt das Hauptaugenmerk auf Abstimmungsprozesse im gemeinsam gestalteten Kontakt. Die Subjektivierung des Hundes bedeutet dabei Freigabe zur Gestaltung der individuellen Mensch- Hund-Beziehung, in welcher der Hund sich durch die ihm zugesprochene Autonomie als echtes Gegenüber darzustellen vermag.

Dem Ausdruck des Hundes im therapeutischen Prozess Bedeutung zu geben, Prozesse zu verändern und sich selbst verändern zu lassen stellt damit ein zentrales Element Wikkegaards dar.

Herzlich Willkommen!
Das Konzept ausführlich kennenlernen

Das Team hinter Wikkegaard

Durch die Weiterbildung begleitet Sie ein interdisziplinäres Team. Lernen Sie uns kennen:

Thorsten Schüle
Thorsten SchüleLeitung Wikkegaards, Dozent und Supervisor
Als analytisch und tiefenpsychologisch fundierter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut bin ich in eigener Praxis tätig und werde in diesem Rahmen seit einigen Jahren von meiner Irish Wolfhound Hündin Flo sowie meinem Knabstrupper-Wallach Valgo begleitet, die mir bis heute viele neue gemeinsame Erfahrungen schenken.
Soweit ich zurückdenken kann, bin ich mit Hunden aufgewachsen. Die besondere, daraus entstandene Verbindung drückt sich heute in meiner intersubjektiven Haltung aus, in welcher ich im Zugestehen meiner Tiere, als autonome Gegenüber und dem Verstehen deren Ausdrucksfähigkeiten, von der Wirksamkeit durch das zur Verfügung stellen dieser Prozesse im gemeinsamen therapeutischen Kontakt tief überzeugt bin. Mit der Übernahme Wikkegaards zum 01.01.2021 freue ich mich daher sehr, gemeinsam mit meinem Team die Erkenntnisse in und um Wikkegaard, auch in ihrer Weiterentwicklung an interessierte Kolleginnen und Kollegen weitergeben zu dürfen.
Margarete Weiler
Margarete WeilerGründerin Wikkegaards, Supervisorin
Von Beruf bin ich analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und lebe seit Anfang der 2000er Jahre im Norden Dänemarks. In meiner Hamburger Praxis beobachtete ich einen zufälligen Kontakt zwischen einem schwer traumatisierten Jungen und meinem Hund. Diese Begegnung wollte ich in meinem Ruhestand verstehen. Damals zugängliche wissenschaftliche Forschungsergebnisse zur Domestikation und Hundeverhalten reichten dafür nicht aus und über 15 Jahre baute ich mir ein Rudel auf, um das Ausdrucksverhalten und Kontaktleben zu studieren.
Daraus entstand die Idee zu Wikkegaard und ein Konzept für die psychotherapeutische Arbeit: Der Therapeut funktionalisiert seinen Hund dabei nicht, sondern versucht das Verhalten des Hundes im Geschehen einzuordnen. Dazu muss er es aber verstehen. Dieses Verstehen zu vermitteln, ist der Kern meiner Begeisterung für die Ausbildung bei Wikkegaard.
Alexandra Reuß
Alexandra ReußDozentin und Supervisorin
Vom Grundberuf Diplom- Kunsttherapeutin, arbeite ich seit 2015 als analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in eigener Praxis.
Zudem stehe ich als Supervisorin für tiefenpsychologische, analytische und tiergestützte Psychotherapie zur Verfügung.
In meiner Tätigkeit werde ich unterstützt von meiner 6 -jährigen Therapiehündin Luna (Briard) und Junghund Bruno (ebenfalls Briard).
Bezogen auf meine theoretische Haltung innerhalb der Psychoanalyse fühle ich mich der Selbstpsychologie und Intersubjektivität verbunden. Diese Konzepte stehen in enger Verbindung mit der Haltung von WIKKEGAARD, was meine Bezogenheit zu WIKKEGAARD vertieft. Die Suche nach einem vertieften Verständnis innerhalb des therapeutischen Raumes über die Hinzunahme eines Hundes und der Wunsch auch dem Verhalten des Hundes Bedeutung zuzuschreiben ist mir eine Herzensangelegenheit .
Daniela Pörtl
Daniela PörtlDozentin
Facharztausbildung Neurologie und neurologische Intensivmedizin, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Derzeit Leitung der Psychiatrischen Tagesklinik, der Psychiatrischen Institutsambulanz und des Teams der Mobilen Psychiatrischen Akutbehandlung am SRH Klinikum Burgenlandkreis.
Seit der Kindheit teile ich mein Leben mit Hunden und Pferden. Dabei durfte ich als Therapeutin Erfahrungen im therapeutischen Reiten mit Kindern, sowie mit meinen Hunden als Gefährten in der Arbeit mit Schulkindern und erwachsenen Psychotherapiepatienten sammeln. Seit 2012 wissenschaftliche Arbeit mit diversen Publikationen über die Neurobiologie der Hund-Mensch Bindung und den epigenetischen Mechanismen der Domestikation. Entwicklung des Models der „Aktiven sozialen Domestikation“ zusammen mit Christoph Jung. Lehrtätigkeit als Dozentin an verschiedenen Psychotherapeutischen Institutionen über die Hund-Mensch Bindung im Rahmen der TGT.
Christoph Jung
Christoph JungDozent
Christoph Jung studierte Psychologie, Biologie und Philosophie u.a. bei Reinhold Bergler, der zu dieser Zeit die Mensch-Tier-Bindung als Wissenschaft im deutschsprachigen Raum etablierte. Seit seiner Jugend erforscht er die Geheimnisse der besonderen Beziehung von Mensch und Hund. In den letzten Jahren publizierte er zusammen mit Daniela Pörtl das Buch „Tierisch beste Freunde“ und zahlreiche wissenschaftliche Artikel über die Entstehung, Bindung und gemeinsame Evolution von Mensch und Hund. Regelmäßig hält er Vorträge auf internationalen Konferenzen. Zugleich engagiert er sich für einen respektvollen Umgang mit Tieren. So entstand „Schwarzbuch Hund“. Über 200 Hunderassen porträtierte er kritisch für verschiedene Magazine. Der Diplom-Psychologe arbeitet als Dozent für tiergestützte Therapie und ist Ehrenbeirat der Stiftung Assistenzhund.
Gabriele Petersen
Gabriele PetersenDozentin
Schon als Jugendliche war ich von der Tiermedizin begeistert, da ich sehr gerne mit Tieren arbeite und von der Vielseitigkeit des Berufes fasziniert war und bin. Ich habe in Berlin Tiermedizin studiert und während des Studiums auch 3 Monate in Äthiopien in einer Tierarztpraxis gearbeitet. Nach dem Studium arbeitete ich in Kleintierpraxen in Hamburg und habe mit meiner Familie in den Jahren 2001 und 2002 in England gelebt, wo ich am Queens Veterinäry College in der Orthopädie hospitiert habe. Da es mir wichtig ist, nicht nur einzelne Krankheiten zu behandeln, sondern die Tiere in ihrer Gesamtheit zu betrachten, habe ich die Ausbildung Akupunktur für Tiere gemacht und die Zusatzbezeichnung Akupunktur erworben. Seit 2005 arbeite ich in einer Kleintierpraxis in Viöl, die ich im Frühjahr 2019 übernommen habe.
Dr. Iris Mackensen-Friedrichs
Dr. Iris Mackensen-FriedrichsDozentin und Hundetrainerin
Ich studierte Biologie und Chemie für das höhere Lehramt in Göttingen und promovierte im Anschluss an das Referendariat in der Biologie. Meine Interessensschwerpunkte lagen in der Lehr-Lernforschung und der Verhaltensbiologie. Seit 2008 bin ich CANIS-Absolventin und im CANIS-Zentrum für Kynologie für die wissenschaftliche Leitung sowie als Dozentin u.a. für die Bereiche Zucht und Genetik, Verhaltenstherapie, Lernverhalten und Körpersprache des Hundes zuständig. Gemeinsam mit meinem Kollegen führe ich zudem die Hundeschule CaniCoach in der Nähe von Kiel mit den Schwerpunkten auf der Verhaltensberatung und Mantrailen. Von der Stadt Hamburg bin ich anerkannte Sachverständige für die Beurteilung bzw. Einstufung von vermeintlichen Gefahrhunden und war von 2016 bis 2019 als Wolfsbetreuerin für das Land Schleswig-Holstein ehrenamtlich engagiert. 2020 schloss ich erfolgreich die Weiterbildung zur traumazentrierten Pädagogik und traumazentrierten Fachberatung am FIFAP ab.
Birte Himmelreich
Birte HimmelreichDozentin und Hundetrainerin
Tiere begleiten mich schon mein Leben lang. Als jahrelange Pferdehalterin, besitze ich ebenfalls seit mehreren Jahren eigene Hunde. Ich lege viel Wert auf ein harmonisches und funktionierendes Zusammenleben mit ihnen.

Seit 2015 arbeite ich als geprüfte Hundetrainerin primär in der wunderschönen Lüneburger Heide, betreue dazu jedoch noch Hundebesitzer aus ganz Deutschland.

Vor einigen Jahren habe ich eine wissenschaftlich fundierte und qualitativ hochwertige berufsbegleitende kynologische Aus- und Fortbildung bei Canis absolviert.

Hundetraining bedeutet nicht einfach nur das Anleiten von Übungen. Daher lege ich bei meiner Arbeit besonderen Fokus auf eine funktionierende Beziehung zwischen Hund und Mensch.

Mir ist es wichtig sich ständig weiterzuentwickeln und nicht an veraltete Erziehungsmethoden festzuhalten.

Aufbau der Weiterbildung

  • Modularer Aufbau bestehend aus drei Seminarwochen a 4 Tage
  • Theorie und Praxis in enger Anlehnung an die Praxisintegration des Hundes

  • Praktikum zum vertiefenden Verständnis und Selbsterfahrung

  • Abschlussprüfung mit Zertifizierung für Mensch und Hund

Anmeldung

Die Weiterbildung richtet sich an Sie als approbierte/r oder sich in Ausbildung befindende/r (Kinder- und Jugendlichen-) Psychotherapeut*in und/oder ärztlich tätige Psychotherapeut*in aller anerkannter Richtlinienverfahren, soweit Sie Ihren Hund in Ihr Berufsfeld integrieren möchten. Sonderzulassungen sind unter Berücksichtigung einer gleichwertigen Qualifikation möglich.

Veranstaltungsort:

Die Seminarwochen finden auf dem Kirschblütenhof, einem im Jahre 1927 erbauten Resthof in 24980 Schafflund, Schleswig-Holstein statt.

Weiterbildungskosten:

Die Weiterbildungskosten betragen pro Seminarwoche € 1.250,00 plus Prüfungsgebühr i.H.v. € 350,00 für die dritte Seminarwoche. Die Gesamtkosten betragen somit € 4.100,00; bei sofortiger Zahlung entfällt die Prüfungsgebühr.

Akkreditierung:

Die Weiterbildung ist von der Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein akkreditiert.

Für weitere Informationen steht Ihnen unser Leitfaden zum Download gerne zur Verfügung!

Nächster Wikkegaard Kurs: Sommer 2021

Erste Seminarwoche vom
26.07.2021 bis 30.07.2021

Zweite Seminarwoche vom
04.04.2022 bis 07.04.2022

Dritte Seminarwoche vom
18.07.2022 bis 22.07.2022

Häufige Fragen

Wie sieht das Praktikum aus?2021-04-18T13:04:32+01:00

Das Praktikum umfasst mind. 20 Stunden und muss sich schwerpunktmäßig mit der Reittherapie auseinandersetzen. In der Wahl einer für Sie geeigneten Praktikumsstelle sind Sie frei. Inhaltlich soll das Praktikum im Idealfall Beobachtung und Selbsterfahrung ermöglichen. Die Teilnahme am Praktikum muss von der entsprechenden Stelle bescheinigt werden; darüber hinaus ist ein mindestens zweiseitiger Erfahrungsbericht spätestens zwei Wochen vor Beginn der folgenden Seminarwoche einzureichen. 

Aufgrund des großen Zeitfensters zwischen zweiter und dritter Seminarwoche empfehlen wir, das Praktikum in dieser Zeit zu absolvieren. 

Ist die Weiterbildung in Wikkegaard von ESAAT oder ISAAT anerkannt?2021-02-22T17:00:03+01:00

Die Weiterbildung in Wikkegaard ist von o.g. Dachverbänden nicht anerkannt. Viele Anforderungen der Dachverbände zeigen sich für die psychotherapeutische Tätigkeit mit Hund für uns nicht relevant oder stehen sogar im Widerspruch zu der von uns vermittelten Haltung.

Kann ich zu einem späteren Zeitpunkt in ein Seminar einsteigen?2021-02-22T13:38:33+01:00

Der modulare Aufbau der Weiterbildung bedingt, dass ein Einsteigen während einer laufenden Weiterbildungsgruppe nicht möglich ist. Falls aus besonderen Gründen die Fortsetzung einer laufenden Weiterbildungsgruppe nicht möglich sein sollte, besteht in Rücksprache mit der Leitung einmalig die Möglichkeit, die noch zu absolvierenden Seminarwochen in der folgenden Weiterbildungsgruppe abzuschließen.

Wie viele Supervisionen finden zwischen den Seminarwochen statt?2021-04-18T13:28:57+01:00

Zwischen den Seminarwochen sind jeweils zwei Supervisionen, also insgesamt vier Supervisionen vorgeschrieben. Supervisionen, die über die vorgeschriebene Anzahl hinaus gehen, sind in Rücksprache mit den Supervisor*innen selbst zu zahlen.

Kann ich Online am Seminar teilnehmen?2021-02-22T13:19:31+01:00

Die Erfahrung zeigt, dass die Weiterbildung insbesondere von der Erfahrbarkeit mit unseren Hunden lebt und daher nur sehr eingeschränkt online vermittelt werden kann. Nach Möglichkeit werden daher von uns stets Präsenzveranstaltungen favorisiert; nur in Ausnahmefällen werden Seminarinhalte auch online vermittelt. 

Muss ich die ganze Weiterbildung auf einmal bezahlen?2021-04-18T13:29:59+01:00

Wikkegaard bietet zwei Zahlungsmodalitäten an. Bei Sofortzahlung in Höhe von € 3.750,00 entfällt die Prüfungsgebühr in Höhe von € 350,00. Bei Ratenzahlung erfolgen separierte Rechnungen in Höhe von je € 1.250,00 plus € 350,00 Prüfungsgebühr in der dritten Seminarwoche.

Die Weiterbildung kann nur als Ganzes gebucht werden kann.

Aktuell

Neukonzeptualisierung

Das Weiterbildungsinstitut Wikkegaard befindet sich in ständiger Weiterentwicklung, um die hohen Standards und die Qualität der Weiterbildung nachhaltig zu sichern.

Die Erfahrung zeigt, dass unser Verständnis der Hundegestützten Psychotherapie und die gemeinsame Entwicklung der Mensch-Hund-Beziehung / – Bindung einer Prozesshaftigkeit unterliegt, die Raum und Zeit für Entwicklung und Erfahrbarkeit benötigt. Durch die Erweiterung des Lehrplans auf vier, statt bislang drei Seminarwochen ist daher ein stärkerer Fokus auf die Praxisintegration möglich; wir gewinnen durch einen zusätzlichen Tag zudem die explizite Möglichkeit für Einzelsupervisionen, Einzel-Gespräche über Seminarinhalte, gezielte Arbeit an Verhalten und Training der Hunde, Integrationsvorgänge des Hundes in die persönliche Praxis und vieles mehr.

Die Neukonzeptualisierung gilt für die Weiterbildungsgruppe 9, somit ab Sommer 2022 und wird Anfang Juni 2021 online gestellt werden.

Im Newsletter von Wikkegard finden sich regelmäßige Informationen über Kurse, Vorträge und Veranstaltungen rund um Wikkegaard und die Hundegestützte Arbeit in der Psychotherapeutischen Praxis. Hier können Sie sich für den Newsletter anmelden:

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